Deutschland – Japan: Japan gewinnt 1:0 nach Verlängerung

Aus der Traum von der dritten Weltmeisterschaft in Folge: Deutschland schied gestern in einem spannendem Viertelfinalspiel mit 0:1 nach Verlängerung aus. Während Japan nun noch zwei Spiele bestreiten darf, fahren unsere deutschen Mädels nach Hause. Die deutsche Frauennationalmannschaft spielte über weite Phasen hin besser als die Asiatinnen, schafften es aber nicht den Ball im Netz zu versenken. Japan trifft nun im Halbfinale auf Australien oder Schweden.

Nach 108 Minuten stand es immer noch 0:0 und viele im Stadion freuten sich schon auf ein Elfmeterschießen, nachdem Frankreich gegen England schon gewonnen hatte. Doch die eingewechselte Japanerin Karina Marayuma zeigte nach einem Pass von Homare Sawa wie man es besser macht. 1:0 für Japan. Auch für die Olympiaqualifikation hat dies Folgen: Neben England ist Frankreich qualifiziert, nun kann sich Schweden mit einem Sieg gegen Australien ebenfalls qualifizieren.

deutschland-japan-ergebnis

Auf drei Positionen baute Bundestrainerin Neid die Mannschaft um: Die wiedergenesenen Bresonik (Magen-Darm-Virus) und Behringer (Bänderdehnung) spielten ebenso wie Kulig, die wegen einer drohenden Gelb-Sperre geschont worden war. Goeßling, Bajramaj und Schmidt wurden ebenso wie Spielführerin Prinz auf die Bank verbannt.

Die deutsche Mannschaft begann stark, hatte einige gute Chancen nach Standardsituationen, doch nach vier Minuten die erste Hiobsbotschaft: Kim Kulig verletzte sich am Knie und wurde durch Bianca Schmidt ausgetauscht. So ging es weiter, Deutschland bestimmte das Spiel und hatte mehr Möglichkeiten als die Japaner, die kaum über die Mittellinie kamen. Bis zur Ende der ersten Hälfte passierte nicht mehr viel.

In der zweiten Halbzeit dann wurde die deutsche Mannschaft zunehmend müder, die Japaner witterten ihre Chancen – das Spiel wurde ausgeglichener. Nach 90 Minuten weitere 30 Minuten. Man merkte, das beide Mannschaften schwächer wurden, man kam zu langsam zum Ball, das Spiel wurde ruppiger.

Dann passierte das, was nicht hätte passieren dürfen: Sawa passte den Ball zu Maruyama, die zum 1:0 aus spitzem Eck einlocht. Danach versuchte Deutschland den Anschluß zu finden, Behringer (109.) und da Mbabi (111.) hatten im Anschluß die besten Chancen.

Am kommenden Mittwoch um 20.45 Uhr trifft Japan auf den Gewinner der Partie zwischen Australien und Schweden.

Die DFB-Aufstellung Deutschland – Japan

Angerer – Bresonik,Krahn,Bartusiak,Peter – Laudehr,Kulig – Garefrekes, Okoyino da Mbabi , Behringer – Grings

Einwechslungen:
8. Schmidt für Kulig
65. Goeßling für Bresonik
102. Popp für Grings

Die Japan-Aufstellung Deutschland – Japan

Kaihori – Kinga,Iwashimizu,Kumagai,Sameshima – Sawa,Sakaguchi – Ohno,Miyama – Ando , Nagasato

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