DFB-Frauen: Die Zukunft von Neid, Prinz, Angerer & Grings

Nach dem verlorenem Viertelfinalspiel der deutschen Frauennationalmannschaft gegen Japan macht man sich Gedanken wie es mit der Trainerin und dem Team weitergeht. Da man auch die Qualifikation zu Olympia 2012 verspielte, hat man über zwei Jahre Zeit bis zum nächsten großen Event, das wäre dann die Fußball Frauen EM 2013. Die Spielerinnen im „Club der 30plus“ müssen sich nun schon einmal Gedanken machen, ob ihre Reise vorher endet.

Bild: Wer trägt den DFB-Trainingsanzug auch in Zukunft?

Birgit Prinz (Jahrgang 77) und Ariane Hingst (Jahrgang 79) Ende der Karriere im Dress des Damen-DFB-Trikots stand schon vor der WM 2011 fest. Die 32jährige Torfrau Nadine Angerer (Jahrgang 78) schließt einen Rücktritt kategorisch aus „Jetzt erst recht“ verkündete sie. Birgit Prinz macht sich keine Gedanken über ein Abschiedsspiel, ihre Enttäuschung kann sie aber nicht verdecken.

Auch Stürmerin Inka Grings (Jahrgang 78), die vor allem ihr Können im Spiel gegen Frankreich zur Schau stellte, denkt nicht ans Aufhören, wird sich aber weiterhin Gedanken machen über ihr Involvement in der DFB-Elf. Man will vor allem Kurzschlußreaktionen vermeiden, die man später bedauert.

Das betrifft vor allem Bundestrainerin Silvia Neid. Erst wurde ihr Vertrag vom DFB bis 2016 vorzeitig verlängert, nun nach dem frühen und enttäuschendem Aus nimmt sie doch das Wort „Rücktritt“ in den Mund. DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach sagte am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa „Wir lassen uns nicht verrückt machen. Ich sehe die Silvia sicher auf ihrem Posten“.

Zur Ü30-Fraktion gehören auch noch Kerstin Garefrekes (Jahrgang 79) und Martina Müller (Jahrgang 80). Erstere schoß wichtige Tore, letztere kam nicht zum Einsatz. Ob sie bis zur EM 2013 weiterspielen lassen beide noch offen. Viele junge Spielerinnen stehen schon inden Startlöchern. Alex Popp (Jahrgang 91) könnte z.B. die Nachfolgerin von Inka Grings oder Birgit Prinz werden. Die U19 zeigte verheißungsvoll beim 8:1 Sieg gegen Norwegen, wie man Europameister werden kann.

Es geht recht schnell weiter mit dem ersten Qualifikationsspiel zur EM 2013 im Herbst gegen die Schweiz. In der leichten Gruppe 2 trifft man noch auf Spanien, Türkei, Kasachstan und Rumänien.

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