Die Fußball-Barbie und Nationalspielerin Birgit Prinz

Der amerikanische Spielzeugkonzern Mattel hat eine Barbiepuppe entwickelt, die der deutschen Nationalspielerin Birgit Prinz deutlich nachempfunden ist. Sie ist sogar mit dem WM-Trikot der Damen ausgestattet. Im Februar wurde sie auf der Nürnberger Spielwarenmesse vorgestellt und nun wird sie pünktlich zur Fußball-WM im Juni auf den Markt kommen. Sie ist Teil der „Ich wäre gern“ Reihe, wo man die Barbie auch ganz außergewöhnlich als IT-Fachfrau bewundern kann.

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Der Grund dafür ist, wie die Unternehmenssprecherin Stephanie Wegener betont, dass Birgit Prinz ein Vorbild für zahlreiche Mädchen ist, die sich dank ihr für diesen „Jungensport“ interessieren. Aktuelle Statistiken zeigen, dass im Mädchenfußball derzeit zweistellige Zuwachsraten zu verzeichnen sind. Die Puppe soll also als eine Art Auszeichnung für die populäre Spielerin verstanden werden. Auch die Managerin der Nationalmannschaft, Doris Fitschen meinte: „Die Fußballbarbie ist ein echtes Frauenprodukt. Wie gemacht für unsere Kerngruppe.“

Doch was hat die Barbie wirklich mit dem sportlichen Fußball-Alltag gemein? Eigentlich nicht viel, da das extrem Weibliche und Zurechtgemachte im Fanblock selten anzutreffen ist. Die Geschlechtsforscherin Almut Sülze von der Humboldt-Universität Berlin äußert dazu: „Fußball funktioniert nicht ohne Männlichkeitskult.“ Dazu passen auch nicht die hochhackigen Schuhe, mit der die Barbie gewöhnlicherweise ausgestattet ist.

Aber vielleicht kann die Puppe auch ein Umdenken erreichen, nämlich dass beide Welten möglich sind. Und bemerkenswert ist auch, dass die Puppe in Serie gehen wird, während so viele andere Barbies, die Prominenten wie Angela Merkel oder Michael Jackson nachempfunden sind, nur als handgefertigte Unikate erhältlich sind.

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