Frauenfußball in den USA: Soccer-Hype WM 2011

Während der deutsche Frauenfußball noch etwas im Schatten der fußballerischen Männer steht, ist der Fußball-Hype in den Vereinigten Staaten schon längst angekommen. Hier war das Jahr 1999 prägend, als die Weltmeisterschaft im eigenen Land zelebriert wurde. Die Frage stellt sich, ob das in Deutschland mit unserer Frauen-Nationalmannschaft ähnlich verlaufen kann?

Im Gegensatz zu Deutschland wird der Männerfußball in den USA eher belächelt. Im Jahr 1999 ging es den US-amerikanischen Frauen darum, das zweite Mal (nach 1991) den Weltmeistertitel zu ergattern. Beim Finale am 10. Juli zählte man über 90.000 Zuschauer. Auch der damalige Präsident Bill Clinton war anwesend. Am nächsten Tag gab es große Berichte über die Frauen, die tatsächlich den Sieg einer Weltmeisterschaft errungen hatten. Zusätzlich wurde eine längst überfällige Diskussion über Frauen im Sport begonnen.

Während die WM in Deutschland als Sommermärchen bezeichnet wird, nannten die Amerikaner ihr Turnier 1999 „Revolution“. Aber die Bezeichnung des Sommermärchens kennt man noch von dem Herrenturnier 2006, das zeigt auch, wie sehr die Frauen-WM im Schatten des Männerfußballs steht. Hierzulande wird auch der Weltmeistertitel zu Schlagzeilen in der Tagespresse führen, ob es zu einem Umdenken in Sachen Frauensport führen wird, ist fraglich. Sicher ist jedoch, dass die Weltmeisterschaft viele schöne Bilder, Emotionen und Erfolgserlebnisse bereithalten wird. Auch die Zahl der verkauften Tickets stimmt optimistisch. Die Spiele mit deutscher Beteiligung sind nahezu ausverkauft.

In Amerika führte der Soccer-Hype zu einem rasanten Anstieg an Fußballvereinen und -mannschaften für Mädchen. In Deutschland kann man diesen Trend schon lange erkennen. Wir sind gespannt auf die Begegnung der deutschen Frauen gegen die US-Amerikanerinnen, denn auch sie wollen zum dritten Mal den Titel holen.

Somit ist das Team der USA auch Mitfavorit auf den Weltmeistertitel 2011. Die Mannschaft spielt in Gruppe C gegen Nordkorea, Kolumbien und gegen Schweden.

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