Fußball-EM der Frauen 2013: Das Sommer-Highlight steigt in Schweden!

Die Heim-WM vor zwei Jahren nahm für die deutschen Fußball-Frauen noch einen ziemlich unerfreulichen Verlauf: Der frühe Viertelfinal-K.o. gegen Japan hielt für die landesweit ausgebrochene Euphorie naturgemäß einen herben Dämpfer bereit. Mittlerweile scheint die Mannschaft von Silvia Neid jedoch wieder bereit zu stehen, um ihrer langjährigen Erfolgsgeschichte ein weiteres Kapitel hinzuzufügen. Bei der Europameisterschaft in Schweden (10. – 28. Juli 2013) bietet sich hierfür eine erstklassige Gelegenheit.

Denn während die DFB-Herren mittlerweile schon seit 23 Jahren vergeblich um einen internationalen Titel kämpfen, haben die deutschen Frauen den europäischen Fußball in den vergangenen Jahrzehnten eindrucksvoll dominiert. Seit 1995 spielte die schwarz-rot-goldene Nationalmannschaft fünf EM-Titel in Serie ein – läuft es nun auch bei dem Turnier in Skandinavien rund, wird folglich schon das halbe Dutzend voll gemacht.

Friendsarena

Die Friends Arena in Stockholm – Austragungsort des Endspiels der Fussball EM 2013 (Quelle: Wikimedia Commons, by Hakan Dahlsträm)

Frauen Fußball EM 2013 letztmalig mit nur 12 Teilnehmern

Letztmals findet der kontinentale Ausscheid in diesem Sommer im Übrigen mit lediglich zwölf Teilnehmern statt; ebenso wie bei den Herren, steht künftig nämlich auch der Frauen-EM eine erhebliche Vergrößerung bevor. Leichter macht das dieses Mal noch überschaubare Feld den Titelgewinn allerdings nicht – immerhin haben sich sämtliche Nationen für die Endrunde qualifiziert, die im europäischen Fußball Rang und Namen haben.

Bis zum erhofften Sieg gilt es für die deutschen Frauen, insgesamt sechs Spiele erfolgreich zu absolvieren: Die teilnehmenden Nationen teilen sich dabei zunächst in drei Vierer-Gruppen auf. Steffi Jones wurde im vergangenen November die Ehre zuteil, als Glücksfee der UEFA zu fungieren: Und dankenswerterweise zog die frühere Welt- und Europameisterin vor allem für unsere Frauen ein paar lösbare Aufgaben aus dem Topf:

Gruppe A: Schweden, Italien, Dänemark, Finnland
Gruppe B: Deutschland, Norwegen, Niederland, Island
Gruppe C: Frankreich, England, Russland, Spanien

Bundestrainerin Neid gab sich im Anschluss natürlich dennoch nicht die Blöße, die drei Vorrundengegner mit ihrer Freude über die machbaren Aufgaben zu düpieren; immerhin scheint zumindest der zweifache Europameister Norwegen ein ernsthafter Prüfstein für die deutschen Ambitionen zu sein: „Das ist eine ausgeglichene Gruppe, mit robusten, zweikampfstarken Gegnern. Ich denke, das wird eine richtig gute Herausforderung.“

Deutlich gelöster nahm dagegen schon Steffi Jones zur Kenntnis, was sie ihren Nachfolgerinnen da aus der Lostrommel gefischt hatte; die ganz großen Brocken bekommen die DFB-Frauen nun schließlich frühestens im Viertelfinale vorgesetzt: „Das ist eine gute Gruppe, die anderen beiden sind sehr stark besetzt.“ Nicht zuletzt mit dem jüngsten 2:0-Erfolg über Norwegen beim Algarve-Cup hatte die Nationalmannschaft schließlich schon einmal durchblicken lassen, dass der souveräne Gruppensieg hier eine keineswegs utopische Zielstellung ist.

Deutsche Frauen auf dem Weg zurück an die internationale Spitze

Überhaupt scheint Silvia Neid derzeit auf einem guten Weg zu sein, das Team in die internationale Spitze zurückzuführen – die Qualifikation zur EM konnte mit neun Siegen und nur einem Remis (in Spanien) jedenfalls im Eiltempo bewältigt werden. Dank der hohen Leistungsdichte in der deutschen Bundesliga, konnten sich zuletzt immer wieder neue Talente in den Fokus der Auswahl spielen: Der personelle Aderlass nach der zurückliegenden Weltmeisterschaft wurde folglich ohne spürbare qualitative Einbußen überwunden.

Dennoch bemüht sich Neid nach Kräften darum, die Erwartungen vor der EM nicht in den Himmel wachsen zu lassen; selbst wenn die Integration der zahlreichen neuen Spielerinnen „hervorragend gelungen ist“, muss sich der Jugendstil nun auch erst einmal bei einem großen Turnier gegen die teils deutlich erfahrenere Konkurrenz behaupten: „Bei dieser EM gibt es zwölf Mannschaften, die alle richtig gut sind. Es gibt viele Teams, die eine Chance haben auf den Titel und einige Top-Favoriten.“

Der (vorläufige) Weg der deutschen Frauen zum EM-Titel

Vorrunde
11.07.2013 20:30 Uhr Deutschland – Niederlande
14.07.2013 20:30 Uhr Deutschland – Island
17.07.2013 18:00 Uhr Deutschland – Norwegen

Viertelfinale
21./22.07.2013

Halbfinale
24.07.2013

Finale
28.07.2013

This entry was posted in Frauen Fussball EM 2013. Bookmark the permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *