Nordkorea trifft zur WM 2011 in Deutschland ein

Gestern sind auch die Fußballnationalspielerinnen Nordkoreas in Deutschland gelandet. Ihre Turniervorbereitung für die in anderthalb Wochen startende Weltmeisterschaft nehmen sie in Leipzig vor.

Kim Kwang Min, der Trainer der nordkoreanischen Fußballerinnen, bedankte sich und äußerte seine Freude über die Einladung nach Leipzig. Ziel sei es zunächst, die Vorrunde zu bestehen. „Alles was danach kommt, ist ein Bonus“ sagte er. Diese verhaltenen Äußerungen hat man in der Vergangenheit bereits von vielen Trainern gehört.

Die Frauen Nordkoreas spielten am Dienstag in Italien ein Testspiel gegen Kanada, auf die die deutsche Nationalmannschaft im Auftaktspiel am 26. Juni trifft. Die nordkoreanische Nationalmannschaft unterlag den Kanadierinnen mit 0:2. Ihr erstes Spiel bei der WM bestreiten die Damen am 28. Juni. Pikanterweise haben sie das erste Spiel des Turniers gegen die Frauen aus der USA – einem Land, mit dem sich Nordkorea politisch verfeindet hat. Weitere Gegner der Gruppe sind Schweden, gegen die die Asiatinnen am 2. Juli spielen und Kolumbien. Das Spiel gegen die Südamerikanerinnen findet am 7. Juli statt. Nächste Woche Dienstag gibt es ein weiteres Testspiel zu sehen. Die nordkoreanischen Frauen treffen in Halle an der Saale auf die Damen aus England. Allerdings wird das Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit abgehalten, sogar Medienvertreter dürfen dem Testspiel nicht beiwohnen. Abgesagt wurde auch das Testspiel, das gegen die deutsche Bundesliga-Mannschaft Lok Leipzig anberaumt wurde. Schließlich wird die Mannschaft auch nicht an der geplanten Besichtigung der berühmten Thomaskirche und dem Besuch des Leipziger Bildermuseums teilnehmen.

Der Bundestagsabgeordnete Thomas Feist (CDU), der die Mannschaft nach Leipzig einlud, zeigte sich enttäuscht über das Desinteresse der Nordkoreaner an der Kultur des Gastlandes. Übrigens: Nordkorea hat bei der letzten Meisterschaft in Asien den zweiten Platz belegt. Die unter Ausschluss der Öffentlichkeit vorgenommene Vorbereitung und das Absagen aller Verpflichtungen macht sie zu einem nicht zu unterschätzenden Gegner bei der WM 2011.

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