Portugal – Spanien Fußball heute

 

CR7 in aller Munde: Auch beim großen Nachbarn

Donezk. Zwei Siege noch trennen Italien und Deutschland, aber auch bereits heute Abend ab 20.45 Uhr die Nationalteams von Portugal und Spanien vom Titelgewinn bei der EM 2012 in Polen und der Ukraine. Das erste Halbfinale steigt in Donezk in der Donbass Arena. Der amtierende Europameister aus Spanien weiß, dass es gegen den kleinen Bruder von der iberischen Halbinsel alles andere als leicht werden wird. Denn die Mannschaft von Paulo Bento hat einen Spieler in ihren Reihen, der solch ein entscheidendes Match auch gerne mal im Alleingang entscheiden kann: Cristiano Ronaldo, auch bestens als CR7 bekannt.

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Der Respekt ist groß bei den Spanier vor dem Superstar von Real Madrid. Angst habe man keine, beteuern die Spanier, wissen aber sehr wohl, dass Ronaldo zum ganz persönlichen Albtraum mutieren könnte, wenn er die Furia Roja so kurz vor dem Endspiel aus dem Turnier schmeißt. Darauf zählt jedenfalls ganz Portugal, das sich die zweite Finalteilnahme nach der EM 2004 im eigenen Land wünscht.

Cristiano Ronaldo „im Auge zu behalten“ ist – bei allem Respekt gegenüber den restlichen Portugiesen – das primäre Ziel, das auch Spaniens Nationalcoach Vicente de Bosque zur nationalen Aufgabe ausgerufen hat: „Wir müssen versuchen, ihn zu deaktivieren.“ Der Trainer wird sich dabei aber auch sicherlich gerne an die WM vor zwei Jahren in Südafrika erinnern. Damals schon ging es gegen die Portugiesen – und Cristiano Ronaldo wurde im Achtelfinale abgemeldet. 1:0 gewannen die Spanier seinerzeit, ein Resultat, mit dem Vicente del Bosque sicherlich sehr gut leben könnte. Auch er weiß: Was Spanien bislang in den drei Spielen der Gruppenphase und auch gegen Frankreich im Viertelfinale gezeigt hat, wird kaum reichen, um am Ende zum dritten Mal in Serie einen großen Pokal in den Händen zu halten. Es war schon sehr ergebnisorientiert, wie die Furia Roja bislang bei dieser Euro zu Werke ging. Geschlagen wurde Spanien allerdings nicht, wenngleich Italien und Kroatien zumindest ein wenig am Sieg schnuppern durften.

 

 

Das Spanien Trikot Das Portugal Trikot
Das Spanien Trikot Das Portugal Trikot

Mit Ronaldos Leistungssteigerung wurde auch Portugal stärker

Wie sehr Portugal von Cristiano Ronaldo abhängig ist, haben die vier Matches der Südeuropäer ganz klar gezeigt. In den ersten beiden Spielen gegen Deutschland und Dänemark lief es nicht für CR7. Portugal konnte von Glück sagen, sich am Ende zumindest gegen die Skandinavier noch einen 3:2-Sieg gesichert zu haben. Gegen die Niederlande indes steigerten sich die Portugiesen, weil auch Ronaldo immer besser wurde – und endlich zwei Tore erzielte, die zum 2:1-Erfolg reichten. Gegen die Tschechen erzielte der Kicker von Real Madrid dann das entscheidende 1:0, nachdem er zuvor noch bei zwei Pfostenschüssen Pech gehabt hatte. Diese Erfolge gepaart mit Ronaldos Leistungssteigerung liefern „Ambitionen und Mut“, wie es Paulo Bento formuliert. Man wisse eben, was zu tun sei: Nicht die ganze Zeit verteidigen, sondern „unseren Gegner unter Druck setzen. Ich denke, dass die Spanier wissen, dass wir ihnen Probleme bereiten können.“ Wie groß diese am Ende sein werden, wird das erste Halbfinale heute Abend dann zeigen.

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