Wer gewinnt die Fussball EM 2013 der Frauen?

Wenn am 10. Juli in Schweden die Fußball-Europameisterschaft der Damen beginnt, können die deutschen Frauen Historisches leisten. Der Titelverteidiger kann bei einem erneuten Triumph auf den sechsten Titelgewinn in Folge zurückblicken und wird damit in die Annalen eingehen. Doch wird das Team um die erfolgreiche Bundestrainerin Silvia Neid ähnlich souverän wie vor vier Jahren agieren oder wird die Bürde des Favoriten so schwer lasten, dass ihnen wie bei der Weltmeisterschaft vor zwei Jahren im eigenen Land die Beine schwer werden?

Damals war im Viertelfinale gegen den späteren Champion Japan Schluss. Die Enttäuschung war groß und seitdem haben zahlreiche Spielerinnen ihre aktive Karriere beendet. Zudem fallen mit Kim Kulik, Linda Bresonik und Alexandra Popp gleich drei Leistungsträgerinnen für die EM aus.

Deutsche Frauen bei den Wettquoten vorne

Dennoch ist das deutsche Team bei den Buchmachern der Top-Favorit. Gerade einmal den doppelten Einsatz erhält man zurück, wenn man auf Deutschland als Sieger tippt. Aber werden sich die Damen gegen die starken Französinnen behaupten können, die bei der WM erst im Halbfinale an den starken Amerikanerinnen scheiterten? Sie sind nach Deutschland der zweite große Favorit auf den Titel und ein Titelgewinn würde Wettfreunde mit dem vierfachen Einsatz entlohnen.

Die deutsche Elf ist der Top Favorit bei der Frauenfußball EM 2013 – als erste Herausforderer gelten die Mannschaft von Frankreich sowie die Gastgeber aus Schweden – Bildquelle: wikimedia.org

Viele Experten glauben, dass aber auch Schweden als Gastgeber gute Chancen besitzt. Immerhin besiegten sie bei der WM vor zwei Jahren die Französinnen im Spiel um den dritten Platz. Und mit dem Heimvorteil im Rücken sind sie ganz sicher für eine Überraschung gut. Das schlägt sich auch bei den Wettquoten nieder, denn der Gewinn der EM durch Schweden würde mit dem fünffachen Wetteinsatz belohnt werden.

Gibt es diesmal eine Überraschung durch einen Außenseiter?

Aber keine Europameisterschaft kommt ohne die obligatorischen Außenseiter aus. Dazu gehören die Italienerinnen ebenso wie die Spanierinnen oder die Isländerinnen. Während ein Gewinn Italiens mit dem 26- bis 34-fachen Einsatz belohnt wird, erhalten Wettbegeisterte bei einem Sieg der Isländerinnen das 100-fache des Einsatzes zurück. Ein Einsatz von gerade einmal 10€ würde also einen Gewinn von knapp 1000€ ergeben. Es lohnt sich also durchaus, auf die Außenseiter zu wetten, zumal sie immer wieder zu überraschen vermögen.

Nicht vergessen sollte man dabei, dass sich diese Mannschaften in der Qualifikation behaupten und sich gegen zahlreiche andere Teams durchsetzen konnten. Bei der deutschen Mannschaft wird zudem entscheidend sein, ob Spielerinnen wie Fatmire Bajramaj oder Celina Okoyino da Mbabi zu Führungspersönlichkeiten gereift sind, die eine Mannschaft auch bei einem großen Turnier führen können.

Norwegen gilt bei Experten als Geheimfavorit

All das wird man beim ersten Spiel gegen die starken Damen aus den Niederlanden sehen können, aber vor allem im letzten Spiel der Vorrunde gegen den Geheimfavoriten aus Norwegen. Schließlich schaffte es dieses Team bei den drei vergangenen Europameisterschaften jeweils unter die letzten vier und zählt somit zu den Mannschaften, die man beachten sollte.

Ein Titelgewinn von Norwegen würde den 15- bis 19-fachen Wetteinsatz zurückbringen, so dass sich ein Tipp auf die Nordlichter ganz sicher lohnt. Anders als bei der Europameisterschaft der Männer aber könnte selbst der Drittplatzierte in einer Gruppe noch Europameister werden. Für Spannung ist also gesorgt, wenn sich große und vermeintlich kleine Mannschaften bei der EM in Schweden gegenüberstehen und sich ihren großen Traum vom Europameisterschaftstitel erfüllen wollen.

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